Beichte bei Kaplan Jean

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    • Beichte bei Kaplan Jean

      Beichte bei Kaplan Jean von Unbekannt





      Seit ca. 3 Monaten war Jean Dupont im Frühling
      1972 nun Kaplan in dem kleinen Nest in der Nähe von Saint Etienne. Nach seiner
      Priesterweihe in Lyon hatte ihn der Bischof dorthin versetzt, weil Jean mit
      seiner rebellischen und kritischen Einstellung während des Studiums unangenehm
      aufgefallen war und man sich nun Ruhe vor dem Störenfried erhoffte, wenn man
      ihn in ein Provinznest abschob. Jean hatte ursprünglich das Priesteramt
      gewählt, weil es sich berufen fühlte sich für Menschen einzusetzen und mehr als
      einmal hätte er wegen des Zölibats fast das Studium abgebrochen oder die
      Konfession gewechselt, denn die Studentenbewegung hatte auch das
      Priesterseminar in Lyon erfasst. Aber er war etwas zu Ruhe gekommen und meinte,
      dass es ihm nun auf dem Lande leichter fallen würde sich auch gegen die ständig
      aufflackernden erotischen Bilder in seinem Kopf zu behaupten und auch diese
      Prüfung der Verführung zu bestehen, obwohl er für sich noch nicht entgültig
      geklärt hatte, warum eigentlich.





      Der kleine Ort schien genau richtig dafür zu
      sein um sich auf sein Amt zu konzentrieren. Die Gemeinde bestand aus dem Ort
      selbst und einigen verstreut liegenden Höfen. Der Trend, dass die jungen Leute
      in die Städte abwanderten war im vollen Gange und es war abzusehen, dass in
      einigen Jahren nur noch die Alten übrig bleiben würden, aber jetzt, Anfang der
      70er, gab es noch viele hübsche Mädchen, die zwar meist nicht die elterlichen
      Betriebe oder Höfe weiter bewirtschaften, sondern lieber in die großen Städte
      gehen wollten. Aber noch waren viele Mädchen da und er ahnte, dass es eine
      schwere Prüfung werden könnte. Sein Kollege Pfarrer Rene stand wenige Jahre vor
      seinem Ruhestand und Jean sollte dann seinen Posten übernehmen.





      Heute war seine erst Beichtabnahme im Ort. Er
      saß in einem der beiden Beichtstühle hinter dem Vorhang und linste durch den
      Spalt um sich die Beichtenden anzuschauen. Die meisten Jugendlichen entschieden
      sich für ihn, weil sie sich wohl mehr Verständnis von einem jungen Geistlichen
      erhofften, die Älteren gingen gewohntermaßen zu Pfarrer Rene. Eine Familie, die
      sich in seinem Bereich aufhielt, war ihm gleich aufgefallen. Zwei Mädchen ca. 18
      und 19 Jahre alt mit ihren Eltern. Er erkannte die Eltern, es waren die
      Wirtsleute eines gut gehenden Bistros im Ort, sie eine attraktive
      Enddreißigerin, er ein jovialer Mittvierziger.


      Die jüngere der beiden Töchter war Julie, sie
      half in den Ferien ihren Eltern im Geschäft, sie hatte auch ihn schon einige
      Male bedient, wenn er dort seinen Nachmittagskaffee trank. Freundlich hatte das
      äußerst hübsche und rührige Mädchen ihn nach seiner Bestellung gefragt und ihre
      grazilen und anmutigen Bewegungen hatten ihm sehr gefallen; daran durfte er
      sich doch erfreuen, ohne eine Sünde zu begehen? Doch der Grad war schmal zur Verdammnis,
      er musste sich hüten. Ein geblümter Rock umschmeichelte ihre jugendliche Figur,
      ihre Füße steckten in Sandaletten, ihr Haar trug sie als Pferdeschwanz und ihr
      Duft, den er atmete, als sie sich zu ihm runterbeugte um den Kaffee
      abzustellen, eine Mischung aus blumigem Parfum und ein Hauch von frischem
      Mädchenschweiß hatten ihn dann doch getroffen wie ein Hammer. Die Pheromone
      waren bei ihm durchgeschlagen bis in die Leistengegend und er hatte einen
      Ständer unter seiner Sutane bekommen. Während er in seinem Buch las, drängte es
      ihn immer wieder nach dem Mädchen zu linsen, wenn diese mit Flaschen oder
      Tabletts bewaffnet die übrigen Gäste bediente.


      Julie und ihre Familie hatte also ihn
      ausgesucht um ihre Beichte abzulegen und er verspürte eine gewisse Spannung und
      Erregung nun zu erfahren, was die einzelnen Mitglieder so alles ausgefressen
      hatten. Die Beichten waren bisher eher eine langweilige Angelegenheit für ihn
      gewesen, waren es doch immer die gleichen Sünden, derer sich die meist älteren
      Gläubigen zu entledigen suchten, ok, sie war natürlich nicht dazu da, ihn zu
      unterhalten. Doch manchmal war es auch spannend um nicht zu sagen erregend,
      besonders wenn Sünden gebeichtet wurden, die das sexuelle Verhalten betrafen.
      Meist waren es die Jüngeren, die noch Rat suchten und noch nicht für sich
      entscheiden konnten, was nun Sünde ist und was nicht. Man schien ihm wohl auf
      Grund seiner Jugend eine liberalere Einstellung zuzutrauen in der Auslegung des
      Sittenkodexes oder man war einfach nur erst mal neugierig.