Moderne Familienerziehung

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    • Moderne Familienerziehung

      Moderne Familien-Erziehung

      ©dav_switch, 2015©

      Einleitung:

      Wenn sie es sich offen eingestand, war Charlotte Lansing als Mutter etwas ratlos. Als Frau Mitte 40 wusste sie, dass sie aufgrund ihrer Karriere die Erziehung ihrer Kinder doch ein wenig vernachlässigt hatte. Sie hatte sich einfach zuwenig Zeit genommen und sich zusehr auf ihren Beruf konzentriert. Und da sie so langsam ein schlechtes Gewissen plagte, war es klar, dass sie etwas zu tun und nachzuholen hatte, solange es noch möglich war. Und noch war es nicht zu spät!

      Ihre älteste Tochter Marie war 21, die jüngste Lydia gerade 18. Bei ihren beiden Töchtern bestand im Grunde wenig Handlungsbedarf, die beiden kamen ganz nach ihr, ihrer Mutter und waren zu selbstbewussten Mädchen herangereift. Und sie hatte wirklich zwei definitiv hübsche Töchter, auf die sie sehr stolz war.

      Ihr war es besonders wichtig, gerade ihre Mädchen selbstbewusst und gleichberechtigt zu erziehen. Aber offenbar hatte sie gerade ihren Sohn etwas vernachlässigt. Und das, obwohl sie sich als Abteilungsleiterin in einem internationalen Konzern durchaus mit Führung auskannte.

      Ihr einziger Sohn, Thomas, war 19 und auch ihr Problemfall. Er begann sich langsam in die Richtung eines frechen Machos zu entwickeln, was ihr ganz und gar nicht gefiel.
      Gerade in letzter Zeit hatten Thomas' Benehmen und zusätzlich auch seine
      schulischen Leistungen zunehmend nachgelassen. Speziell seine beiden Schwestern hatten mehr und mehr unter ihrem Bruder zu leiden. Auch wenn besonders Marie nicht gerade auf den Mund gefallen war und sich durchaus zu wehren wusste. Lydia war als das"Küken" dagegen eher etwas schüchtern.

      Ihr war mittlerweile klar, dass sie bzgl. Ihrer Wochenstunden kürzer treten musste, um jetzt mehr Zeit für die Familie zu haben. Ihr Überstundenkonto war tiefrot, da sie oft wirklich lang arbeitete. Dies hatte sie schon erfolgreich in die Wege leiten können. Aber dass das nicht reichen würde, war auch ihr klar. Speziell nachdem es da kürzlich diesen Vorfall gab, wie er inakzeptabler nicht hätte sein können und der das Fass definitiv zum überlaufen gebracht hatte.

      Da sie durch ihren Beruf sehr gut vernetzt war, hatte sie da letztens etwas aufgeschnappt. Etwas, worüber gerne die Nase gerümpft wurde, was aber auch immer mehr AnhängerInnen fand. Besonders eine Arbeitskollegin, zu der sie ein sehr gutes Verhältnis pflegte, schwärmte ihr in den höchsten Tönen davon vor. Und genau dies erschien ihr in ihrer aktuell ganz speziellen familiären Situation passend. Es war von den Methoden her etwas sehr spezielles und ungewöhnliches, aber die Resultate waren eben auch absolut überzeugend und für sich sprechend. Auch sie verzog zu Beginn noch die Augenbrauen, aber nach und nach wurde sie immer überzeugter, je mehr sie darüber erfuhr.

      Als verantwortungsvolle Mutter hatte sie sich natürlich lange Gedanken gemacht, was das für ihre Familie und natürlich speziell für Stephan bedeuten würde.

      Denn besonders er würde von einer ganzen Menge Änderungen betroffen sein. Und auch für Lydia und Marie würde sich in dieser Hinsicht viel ändern.

      Sie hatte als letzte Hoffnung den Rat dieser Familienpädagogin eingeholt...

      Der Grund für den Besuch der Familienpädagogin war ein Vorfall, der sich einige Tage zuvor ereignet hatte und von dem sie immer noch wirklich schockiert war. Besonders wenn sie an ihre Töchter dachte...