Die grüne Wittwe

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    • Die grüne Wittwe

      aus dem Netz gefischt - schön geschrieben (finde ich) - Autor???

      Wer in diesen Stadtteil der großen Stadt kommt, ist angetan von der Idylle, die sich ihm bietet. Reihen- und Einfamilienhäuser mit gepflegten Vorgärten stehen an der kleinen, auf 30km Geschwindigkeit beschränkten, Straße. Hinter den Fensterscheiben mit den weißen Gardinen und den Blumenstöcken auf den Fensterbrettern halten emsige Hausfrauen ihr Reich in Ordnung. Die Männer fahren jeden Morgen, sich mit „Hallo“ begrüßend, getrennt in ihrem Mittelklasseauto zur Arbeit und kommen pünktlich gegen 18 Uhr nach Hause zurück. Kurze Zeit später strömen Kinder zum Schulbus oder, wenn sie klein sind, werden von ihren Müttern zum Kindergarten gebracht. Dann endet die morgendliche Hektik und die Frauen beginnen, ihre Hausarbeit zu machen. Alles hat seine Ordnung und seinen geregelten Ablauf und nicht bei wenigen Frauen erzeugte diese Eintönigkeit ein Gefühl der Unzufriedenheit.

      So war es auch bei Elfriede. Sie war äußerlich im Laufe ihrer Ehejahre zur grauen Maus mutiert, was sich auch in ihrer Kleidung zeigte. Die Zeiten, in denen sie aufregende Dessous trug, waren längst vorbei. Jetzt erfüllte ein normaler, wenig ausgeschnittener, weißer Slip und ein BH, der ihre größer gewordenen Brüste bändigte, den Zweck. Darüber trug sie ein mantelförmiges, vorne geknöpftes Kleid, dessen undefinierbares Muster und altmodischer Schnitt sie um Jahre älter machte. Die Ehe mit Sebastian war kinderlos geblieben, obwohl er äußerst regelmäßig mit ihr Sex auslebte. Jeden Dienstag und jeden Samstag kroch er nach dem Fernsehprogramm auf sie und befriedigte stumm seine männlichen Gelüste. Immer seltener gelang es Elfriede, dabei auch einen Orgasmus zu erleben. Wenn daher die Sehnsucht nach einem Höhepunkt in ihr übermächtig wurde, masturbierte sie rasch und ohne besonderen Zauber in den Gedanken, wenn ihr Mann zur Arbeit weggefahren war. Immer öfter wurde ihr eintöniger und langweiliger Tagesablauf in nächtlichen Träumen von ihren Sehnsüchten nach Abwechslung, Zärtlichkeit, Zuneigung und Harmonie aufgelockert. Dabei fanden Männer in den Träumen Einlaß, die sie beim Einkaufen im nahe gelegenen Supermarkt gesehen hatte.