Sperma

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  • Befruchtungsflüssigkeit des Mannes
    Das frische Ejakulat eines gesunden, geschlechtsreifen Mannes ist milchig-trüb, leicht glänzend, besitzt einen pH zwischen 7 und 7,8 und ist mit glasigen klebrigen Fäden durchsetzt. Gelegentlich, wie beispielsweise nach längerer Enthaltsamkeit, findet man gelbe Pigmente, sogenannte Flavine, wodurch das Sperma auch leicht gelblich wirken kann.
    Das im Ejakulat auch befindliche Spermin gibt dem menschlichen Sperma in der Regel einen charakteristischen Geruch und Geschmack, etwa den von weißem Moschus oder Kastanienblüten, welcher jedoch durch bestimmte aromareiche Nahrungsmittel oder Getränke mehr oder minder deutlich verändert werden kann.

    Spermien in flüssigem Samenplasma außerhalb des Körpers können bis zu zwölf Stunden überleben; wenn jedoch Sperma auf ein Handtuch, Zellstoff oder ähnliches gelangt und dort an der Luft trocknet, hat es nur eine Überlebenszeitspanne von wenigen Minuten.

    Im Schnitt beträgt das Volumen eines menschlichen Samenergusses 2 bis 6 ml, wobei 1 ml durchschnittlich 20 bis 150 Millionen Spermien enthält (vgl. beim Hengst 200–300 Mio.). Das sind 0,5 % des gesamten Ejakulats – der Rest ist Samenflüssigkeit.
    Die Samenflüssigkeit ist zudem meist leicht salz- und proteinhaltig (durch die Spermien) und enthält Dopamin, Noradrenalin, Tyrosin, die Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin sowie verschiedene Östrogene, Pheromone (Geruchsstoffe), β-Endorphin und als Hauptbestandteil Wasser.

    Während Erektionen bereits beim Säugling auftreten, beginnt die Produktion von Sperma in der Regel erst während der Pubertät. Sperma wird auch ohne (manuelle) Stimulation, in Pollutionen während des Schlafes ausgestoßen, wenn – nach herkömmlicher Ansicht – der Betreffende über einen längeren Zeitraum keinen Samenerguss hatte. Bei einer solchen Pollution entledigt sich der Körper dabei der Spermien, die länger als zehn Tage reif sind und von den körpereigenen Abbaumechanismen nicht beseitigt worden sind.

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