KV

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  • Kotspiele
    Sexueller Lustgewinn durch menschlichen Kot bzw. dessen Ausscheidung (Koprophilie). Die Erregung ergibt sich z.B. durch Beobachten der Ausscheidung (Stuhlgang), den Anblick von Kot, dessen Geruch oder durch direkten Körperkontakt. Solche Kotspiele können allein oder gemeinsam mit einem Partner (Mann oder Frau) praktiziert werden. Der eigene oder fremde Kot wird dabei u.a. auf dem eigenen oder fremden Körper verschmiert. In seltenen Fällen kann auch ein Lustgewinn durch die orale Aufnahme, d.h. durch Essen der Exkremente (Koprophagie) verbunden sein.

    Wegen der im Kot vorhandenen Bakterien- und Pilzkonzentration stellt diese Sexualpraktik jedoch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten daher den Schleimhautkontakt mit Kot vermeiden (siehe auch Safer Sex). Leute, die öfter den Kot eines bestimmten Partners essen, legen für etwa zwei vorausgehende Tage eine bestimmte Auswahl von Nahrungsmitteln fest, um damit Geruch, Geschmack und Beschaffenheit dieses Kots bewußt zu beeinflussen. In der betreffenden Szene wird dieser Fetisch durch verschiedene andere Begriffe umschrieben, die offensichtlich "harmloser" klingen sollen, wie 'KV' = 'Kaviar', 'Scat' oder 'Schokolade'.

    In kommerziellen Pornoproduktionen dieser Art wird anstelle echter Exkremente aus Sicherheitsgründen meistens übliche Schokolade benutzt. Soweit anwendbar, sind die Varianten dieser Sexualpraktik durchaus ähnlich wie bei NS, wobei besonders die Varianten 1, 3, 8 und 9 vorkommen. Dabei scheint es eine gewisse Präferenz für das Einkoten von Kleidung oder evtl. von Windeln zu geben (siehe auch Besudelungstrieb), weil normal fester Kot im Gegensatz zum Einnässen nicht so leicht nach außen dringt. Daraus ergibt sich eine größere Bewegungsfreiheit innerhalb der eigenen Wohnung ohne zu große Veschmutzungsgefahr.

    Auch der Kot-Fetisch wird als ein von der Norm abweichendes Sexualverhalten gewertet und findet noch mehr im Verborgenen statt als Urinspiele. Daten über die Häufigkeit koprophiler Neigungen sind kaum bekannt, obwohl sie offenbar erheblich seltener sind als urophile Neigungen. Trotz einer gewissen Ähnlichkeit mit Urinspielen, ist eine gleichzeitige Neigung zur Urophilie nicht zwangsläufig. Im Gegenzug interessieren sich Urophile in aller Regel nicht für Kot-Spiele. Ein bekanntes Werk mit längeren detaillierten Passagen über Urin- und Kotpraktiken sind "Die 120 Tage von Sodom" des Marquis de Sade.

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