Brustwarzenstimulation

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  • weit verbreitete sexuelle Praktik, die oft in Verbindung mit anderen Praktiken, aber auch alleine ausgeübt wird. Sie kann von - und an - Personen beiderlei Geschlechts und jeder sexuellen Orientierung praktiziert werden, findet aber überwiegend bei Frauen Anwendung. Die Stimulation der weiblichen Brüste und Brustwarzen ist eine fast überall anzutreffende Praxis, während die Brustwarzenstimulation bei Männern weniger verbreitet ist.
    Die Brustwarzenstimulation kann Teil des Vorspiels vor dem Geschlechtsverkehr sein, das zu sexueller Erregung führen soll, oder sie kann - besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen - als eine Form des Petting um ihrer selbst willen praktiziert werden. Eine 2006 unter 17- bis 29-jährigen Studentinnen und Studenten durchgeführte Befragung ergab, dass ca. 82% der Frauen und 52% der Männer durch Brustwarzenstimulation erregt werden, während nur etwa 7,5% der Befragten beiderlei Geschlechts fanden, sie sei im Gegenteil der Erregung abträglich.
    Das Berühren der Brustwarzen einer anderen Person ist gewöhnlich ein Zeichen großer Intimität, und das Zulassen einer solchen Berührung ist meist ein Vertrauensbeweis.

    == Techniken der Stimulation ==
    Die Brustwarzen können beispielsweise oral, manuell oder unter Zuhilfenahme von Gegenständen stimuliert werden. Die orale Stimulation kann durch Lecken, Saugen, sanftes Beißen (Knabbern) oder das Blasen auf die Brustwarzen geschehen. Andere Arten der Stimulation sind das Berühren oder Reiben mit der Hand oder einem (meist weichen) Gegenstand. Auch das Stimulieren der eigenen Brustwarzen mit oder ohne Hilfsmittel, sowohl beim Geschlechtsverkehr als auch bei der Masturbation, ist verbreitet.
    Geeignete Hilfsmittel sind z. B. Massageöle oder Federn; es gibt aber im Fachhandel auch eine Vielzahl von Sexspielzeugen wie Saugvorrichtungen, die das Saugen an der Brustwarze simulieren (Nippelsauger), Klammern oder kleine, auf die Brustwarzen passende Gummiringe. Der Einsatz solcher Geräte ist aber oft nicht ganz ungefährlich, weil einige von ihnen die Blutzirkulation hemmen. Auch die erotische Elektrostimulation im Brustbereich gilt als gefährlich, weil sie die körpereigenen elektrischen Signale stören und so z. B. Herzrhythmusstörungen verursachen kann. Generell sollte beim Einsatz von Sexspielzeugen umsichtig und verantwortungsbewusst vorgegangen werden. Das gründliche Lesen der Gebrauchsanweisung gehört unbedingt dazu.
    Die Stärke eines noch als angenehm empfundenen Reizes kann individuell und mit dem Grad der Erregung stark variieren. Was in einer Situation angenehm ist, kann im nächsten Moment als schmerzhaft empfunden werden. Im Rahmen von BDSM-Praktiken kann (und soll) sogar oft bewusst die Schmerzschwelle überschritten werden. Wie bei allen Sexualpraktiken ist es wichtig, dem Partner bzw. der Partnerin ein Feedback zu geben bzw. dieses Feedback zu beachten.

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